eier_sammeln_1.jpgDas Sammeln von Eiern und Würsten als karnevalistische Tradition ist in vielen Orten belegt. So ist es auch in Bevergern der Fall und wird bereits in einer Urkunde aus dem Jahre 1780 erwähnt.

Eine Urkunde von 1599 aus dem Pfarrarchiv berichtet, dass den Armen zu Karneval ein „eier_sammeln_2.jpgArmengeld“ sowie eine „halbe Tonne Bier“ gewährt wurden. Das Sammeln von Eiern und Würsten sowie der anschließende gemeinsame Verzehr der gesammelten Lebensmittel in einem Gasthaus kann man in Bevergern bis in das 19. Jahrhundert zurückverfolgen.

Während im 19. Jahrhundert diese Sammlungen verboten waren, wurden die gesammelten Eier und Würste ab 1935 Teil des gemeinsamen Erbsensuppe-Essens aller Narren nach dem Rosenmontagsumzug. Jedem Umzugsteilnehmer steht dann eine Portion Suppe gratis zu. Bis etwa zum Jahre 1960 kamen durch die erbsensuppe.jpgWurst- und Eiersammler noch genügend Mettwürste zusammen, so dass die “Suppeneinlage” gesichert war.

Die gesammelten Eier, aber auch die übrige Erbsensuppe, werden beim gemeinsamen Frühschoppen am Veilchendienstag in der Gastwirtschaft verzehrt, ehe auf dem Burgplatz der „Karnevalsjeck“ verbrannt und die Session somit offiziell „beendet“ wird.