In einer Chronik aus dem Stadtarchiv Bevergern wird das Karnevalstreiben im Jahre 1799 beschrieben:

jeck3.jpgAlhier thom Bevergehren wodt jarliks de Vastelabendet mith groisser unverdruit und gekerie geholden, dat et nicht te seggen is. Mandags gönk de zug döer de Stadt, vöer uppe gönk de Vastelabendtgeck gar seltsam gekledet mit einen haugen unde spitzken hote op den kopp. He dei nicks es krumme sprünge maken und lüde vaxeeren, men he kreg jeck4.jpgauk oft einen schneeball up den puckel. Qammen se nun in ein hues sau siedde de Vastelabendsgeck mt sien wief: “Glück uph Vastelabend”. Kregen se dann eine Worst oder twei eier. Kregen se nicks, dann stelleden se sick vöer de döhre und süngen een spotleed und niärgelden an der döhre ein Strauhkranze. Dinxtaghes morgend 10 Uhren was dann dat Hahnen schlauen. Schlag he den Hanen daut, dann hörede he em un he was dann dat neigste Johr Vastelavendsgecke. Guinsdaghs word aber de Vastelavend döer den richter tom waterdaut verordehlet un dann in den Stübbekolk schmieten.”

Der Bevergerner Künstler und Grafiker Walter Kinast (+) illustrierte diese Chronik für die Karnevalsgemeinschaft Bevergern.